12. Februar 2016

[Rezension] "Die Auswahl" von Ally Condie

Titel: Die Auswahl
Reihe: "Cassia & Ky"-Trilogie
            Die Auswahl
            Die Flucht
            Die Ankunft
Autorin: Ally Condie
Verlag: FBJ
Seiten: 464
Preis (Taschenbuch): 9,99 €
Bildquelle: Fischerverlage



Lesegrund:

Nachdem mir Teil 3 der Reihe bereits vor einiger Zeit geschenkt worden ist, habe ich die ersten Beiden Bände nun zu Weihnachten bekommen und mich jetzt doch mal an die nicht ganz so wenigen Seiten rangetraut.

Inhalt:

Der vermutlich wichtigster Tag ihres Lebens. 
Heute erfährt die 17-jährige Cassia vom System, wen sie als 21-jährige heiraten wird und zur Überraschung von Allen trifft ein sehr seltenes Phänomen ein. Ihr bester Freund Xander wurde für sie erwählt, doch als sie zu Hause die Informationen über Xander von einem USB-Stick anschauen will, den sie vom System erhalten hat, erscheint als Bild ihres Zukünftigen nicht Xander sondern Ky, der - wie Xander - in derselben Siedlung lebt wie Cassia. 
Eine verbotene Liebesgeschichte beginnt.


Meine Meinung:

Den Anfang der Geschichte muss ich sehr loben, denn die Autorin hat es geschafft, die Handlung sofort beginnen zu lassen und gleichzeitig alle wichtigen Informationen geschickt darin verpacket, sodass man ab dem ersten Zeitpunkt immer Allem ohne irgendwelchen Missverständnissen folgen kann.

Im Hauptteil muss ich trotz des gelungenen Schreibstils von Ally Condie leider mehr Kritik ausüben.

Das Buch hat man zwar recht schnell gelesen, aber es konnte mich leider nur ungefähr im letzten Viertel wirklich überzeugen, wobei ich trotzdem nicht das Gefühl hatte unbedingt weiterlesen zu müssen. Ich vermute, dass es daran liegt, dass bis auf ein zwei Mal einfach nichts passiert, sondern sich ein sehr regelmäßiger Rhythmus einfindet:
(ohne zu spoilern) 

1) Sie trifft sich mit Ky
2) Sie bekommt Schuldgefühle, will Ky aber dennoch nicht verlieren
1) Sie trifft sich wieder mit Ky...

Leider kommt man zwischen diesen 2 Phasen nur sehr schleppend mit der Handlung voran und Dinge, die eigentlich sehr traurig, oder was auch immer sind, werden häufig zu lang gezogen, sodass ich teilweise schon etwas genervt war. 
Dabei wird man in gewisser Weise dennoch dazu motiviert weiterzulesen, indem man in kleinen "Häppchen", die übers ganze Buch verteilt sind von Kys tragischer (ich finde keinen  wirklich passenden Ausdruck) Geschichte erfährt.

Zudem muss ich sagen, dass die Autorin noch einiges rausreißen konnte, indem sie eine Nebenfigur mit einbezogen hat, die einem unglaublich ans Herz wächst und die der Geschichte einen neuen Schwung verleiht, sobald man von all seinen Geheimnissen und seiner mysteriösen Geschichte erfährt, was jedoch bis zum sehr offenen Ende nicht aufgeklärt wird und mich dazu ermutigt, die Reihe auf jeden Fall weiterzulesen.  

Fazit:

Eine eher gewöhnliche verbotene Liebesgeschichte in Verpackung einer eher gewöhnlichen Dystopie, die leider nicht besonders viel Spannung aufbauen kann. 
Man wird durch manche Charaktere ermuntert weiterzulesen, deren Geschichte man unbedingt erfahren will und da aber von dem fast nichts zum Ende geklärt ist werde ich die Reihe sicher weiterlesen.
Das Buch bekommt von mir mit einer aufsteigenden Tendenz


2,5 Sterne




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