17. Januar 2016

[Rezension] "Mieses Karma" von David Safier

Titel: Mieses Karma
Reihe: Mieses Karma
            Mieses Karma Hoch 2
Autor: David Safier
Verlag: Rowohlt
Seiten: 288
Preis (Taschenbuch): 8,99 €
Bild- und Textquelle: Rowohlt




Inhalt
:

Nichts hat sich Moderatorin Kim Lange mehr gewünscht als den deutschen Fernsehpreis. Nun hält sie ihn triumphierend in den Händen. Schade eigentlich, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer russischen Raumstation erschlagen wird.
Im Jenseits erfährt Kim, dass sie in ihrem Leben sehr viel mieses Karma gesammelt hat. Die Rechnung folgt prompt. Kim findet sich in einem Erdloch wieder, mit sechs Beinen, Fühlern und einem wirklich dicken Po: Sie ist eine Ameise! Aber Kim hat wenig Lust, fortan Kuchenkrümel durch die Gegend zu schleppen. Außerdem kann sie nicht zulassen, dass ihr Mann sich mit einer Neuen tröstet. Was tun? Es gibt nur einen Ausweg: Gutes Karma muss her, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder aufwärts geht!

Lesegrund:

Ich habe mir "Mieses Karma" mal aus dem Regal meiner Eltern geborgt, da ich mir von einem ziemlich fetten Schmöker eine kleine Pause nehmen wollte. Das ist dem Autor durch seinem lockeren und witzigen Schreibstil wirklich gut gelungen und das Buch hat mich einige Male zum Lachen gebracht. 

Meine Meinung:

Am Anfang war ich etwas verwirrt, da es am Ende einiger Seiten Anmerkungen eines Nebendarstellers gibt, den erst später kennen lernt und außerdem fande ich die Ansichten der Protagonistin etwas, naja, merkwürdig. Später, nachdem man sie besser kennengelernt hat, ist sie mir trotzdem sehr ans Herz gewachsen und es hat sich auch alles soweit geklärt.

Im Hauptteil wird sie als die verschiedensten Tiere wiedergeboren und versucht dabei immer zu ihrer Familie zu gelangen und ihren Mann von seiner neuen Partnerin zu trennen. 
Allgemein finde ich es sehr amüsant, wie sie jedes Mal wieder die Vor- und Nachteile einer jeden Tierart kennenlernt. Dabei macht sie eine rasante Charakterentwicklung durch, was aber nichts daran Ändert, dass sie kein Blatt von den Mund nimmt und IMMER alles sagt was sie denkt.

Den Schreibstil finde ich dabei, wie schon gesagt, unglaublich lustig und man kann sich richtig gut in Kims Lage hineinversetzen. Trotzdem finde ich, dass der Autor das Buch locker noch etwas hätte erweitern können, sodass man noch mehr über ihre Familie aber auch über ihre Erlebnisse als Tier erfahren hätte.

Am Ende wird sie zu einer ziemlich dicken Frau und es stört mich dabei ehrlich gesagt, dass sie nicht einmal im Ansatz versucht, abzunehmen, da sie sich eigentlich das ganze Buch immer über ihre Figur beschwert hat. 
Letztendlich ist dem Autor wie ich finde dennoch ein schönes Ende gelungen, da die Protagonistin endlich wieder zu ihrer Familie zurückkehren kann.

Fazit:

"Mieses Karma" ist meiner Meinung nach ein sehr locker und lustiges Buch, dass sich gut "für zwischendurch" eignet. Es ist durch den einfachen Schreibstil des Autoren schnell gelesen, dennoch hätte man es noch gut ausbauen können.
Es lohnt sich definitiv es zu lesen, aber wegen einigen Ecken und Kanten bekommt es von mir


3 1/2 Sterne


1 Kommentar:

  1. Hm, bei "Mieses Karma" gibt es geteilte Meinungen. Vielleicht leihe ich mir es mal von meiner Tante aus ;)

    LG Mila

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