18. Januar 2016

[Rezension] "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes

Titel: Ein ganzes halbes Jahr
Reihe: Ein ganzes halbes Jahr
            Ein ganzes neues Leben
Autorin: Jojo Moyes
Verlag: Rowohlt
Seiten: 544
Preis: 9,99€
Bildquelle: Rowohlt





Inhalt:

Will Traynor ist 30 Jahre alt und seit einem Unfall Hals abwärts gelähmt. Er will sich umbringen, doch verspricht seinen Eltern trotzdem, noch ein halbes Jahr für sie weiterzuleben. In dieser Zeit ist Louisa Clark seine Pflegerin und als sie sich ineinander verlieben und Lou erfährt, dass er sich Suizid begehen will, versucht sie mit allen Mitteln ihn umzustimmen. Ob ihr das wohl gelingt?

Lesegrund:

Ich war lange Zeit sehr skeptisch gegenüber diesem Buch, doch als ich es bei meiner Freundin im Regal stehen sah, hab ich es mir von ihr ausgeliehen und es dann doch ungefähr innerhalb einer Woche durchgelesen. 

Meine Meinung:

Als Einstieg wird Willst Unfall geschildert. Direkt im Anschluss wechselt die Erzählperspektive in die von Lou und man lernt sie erst einmal ein wenig kennen. Dann erfährt man, dass sie gerade ihren Job in einem Café verloren hat und sich nun schnell auf die Suche nach neuer Arbeit begeben muss, da ihre Familie von ihrem Einkommen abhängig ist. So wird sie bei den Traynors für ein halbes Jahr als Pflegekraft eingestellt.

Im Hauptteil verliebt sich die Protagonistin allmählich in Will und als sie von seinem Plan sich umzubringen erfährt, versucht sie ihn davon abzubringen, indem sie alle möglichen Ausflüge macht und ihm dadurch zeigen will, dass er auch ein schönes Leben im Rollstuhl haben kann.

Insgesamt finde ich den Schreibstil der Autorin ganz gut, aber mir hat in diesem Buch eindeutig die Spannung gefehlt. Bis auf die letzten zwei oder drei Kapitel konnte mich das Buch trotz der wahnsinnig berührenden Geschichte leider nicht wirklich fesseln, weshalb ich mich ungefähr bei 2/3 des Buches dazu entschieden habe, ein dünneres Buch dazwischen zu schieben. Das hat das ganze ein wenig aufgelockert und so konnte ich danach wieder gemütlich einsteigen.
Dennoch finde ich, dass es zurecht 500 Seiten hat, da ich keines der Details missen wollen würde.

Lou macht während der Geschichte eine auffallend starke Charakterentwicklung durch und man merkt, wie stark sie von Wills´ Ansichten überzeugt wird. Dabei merkt man schnell, dass sie Gefühle für ihn entwickelt, aber dennoch muss man leider SEHR lange auf den ersten Kuss warten.

Die Nebendarsteller werden nicht vernachlässigt und durch vereinzelte Perspektivenwechsel erfährt man auch genügend über deren Ansichten und Umfeld. Es stört mich jedoch, dass man danach nicht gleich erfährt, dass nun wieder in der ursprünglichen Perspektive erzählt wird und so fällt es einem etwas schwerer sich wieder zurechtzufinden.

Leider muss ich sagen, dass ich mit dem Ende nicht gerechnet habe und es ehrlich gesagt richtig schlecht fande. Ich war wirklich sauer und enttäuscht, als ich das  Buch zugeklappt habe und das ist ein großes Minus in der Bewertung, denn wenn ich gewusst hätte, dass es so endet, hätte ich das Buch garnicht erst gelesen.  



Fazit:

Das Buch beinhaltet eine wunderschöne Liebesgeschichte, die einem sein Leben zu schätzen wissen lässt und einem Einblicke in andere Welten ermöglicht. Es hätte ein wenig Action geladener seien können und ein anderer Abschluss der Geschichte hätte meiner Meinung nach auch gut getan, aber im Vordergrund stehen ja die Gefühle, die Jojo Mores grandios zum Ausdruck bringt und obwohl ich mir noch nicht sicher bin, ob ich den zweiten  Teil lesen werde, bekommt das Buch von mir 


4 Sterne

1 Kommentar:

  1. Ich glaube, "Ein ganzes halbes Jahr" habe ich sogar schonmal gelesen. Aber erinnern kann ich mich so gut wie gar nicht :/ Tolle Rezi :)

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